Louise Wittlich, avec des cils bien recourbés, après avoir utilisé un recourbe-cils

Wie benutzt man eine Wimpernzange richtig? Meine Profi-Tipps für weit geöffnete Augen

Warum die Wimpernzange mein absolutes Lieblings-Tool im Make-up ist

Wenn es um Wirkung geht, schafft kaum ein anderes Make-up-Tool so viel mit so wenig Aufwand wie die Wimpernzange. In weniger als zehn Sekunden öffnet sie die Augen sichtbar und sorgt für einen echten Wow-Effekt. Kein Produkt, keine Technik erzielt ein vergleichbares Ergebnis in so kurzer Zeit.

Vergleicht man die Wimpernzange mit anderen Methoden, um die Wimpern anzuheben, wird der Vorteil schnell klar. Wimpernverlängerungen oder ein Lash Lifting erfordern Zeit, Pflege und ein gewisses Budget. Die Wimpernzange hingegen liefert sofort ein Ergebnis – und zwar eines, das sehr natürlich wirkt. Sie lässt die Wimpern länger und dichter erscheinen und vergrößert die Augen optisch sofort. 
Bei manchen Augenformen kann sie sogar einen leichten Lifting-Effekt am äußeren Augenwinkel erzeugen, was besonders für Frauen mit Schlupflidern ein wunderbarer Trick ist. 
Für mich gehört eine Wimpernzange deshalb in jede Make-up-Tasche.

Warum haben so viele Frauen Angst vor der Wimpernzange?

In meinen Make-up-Kursen höre ich immer wieder dieselbe Geschichte: Eine Wimpernzange, vor Jahren gekauft, liegt unbenutzt in einer Schublade. Manche Kundinnen schrecken sogar schon beim Anblick zurück und vergleichen sie mit einem mittelalterlichen Folterinstrument. Zugegeben, ihre scherenartige Form wirkt auf den ersten Blick nicht gerade vertrauenserweckend.

Dabei ist die Wimpernzange so konzipiert, dass sie bei richtiger Anwendung maximalen Effekt bei voller Sicherheit bietet. Sobald man verstanden hat, wie man eine Wimpernzange korrekt benutzt, verliert sie schnell ihren Schrecken und wird zu einem unverzichtbaren Helfer beim Augen-Make-up. In diesem Artikel zeige ich Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Wimpern perfekt biegen – ohne das Lid einzuklemmen oder die Wimpern zu beschädigen.

Wann benutzt man eine Wimpernzange? Immer vor der Mascara!

Die wichtigste Regel lautet ganz klar: Die Wimpernzange wird auf sauberen und trockenen Wimpern angewendet, also immer VOR dem Auftragen der Mascara. 
Wimpern sind von Natur aus elastisch, doch sobald Mascara im Spiel ist, werden sie fester und empfindlicher. Das erhöht das Risiko, dass die eine oder anderer Wimper beim Biegen abbricht.

Ebenso wichtig ist es, die Wimpern nach dem Abschminken oder Reinigen vollständig trocknen zu lassen. Ähnlich wie Haare sind auch Wimpern hohl und speichern Feuchtigkeit länger, als man denkt. Feuchte Wimpern lassen sich nicht richtig formen. Das ist auch der Grund, warum es in sehr feuchtem Klima oft schwieriger ist, eine schöne Biegung zu erzielen – ein Phänomen, das viele Frauen auf Reisen zum Beispiel in die Tropen bemerken.

Die richtige Haltung und Mimik für perfekt gebogene Wimpern

Für ein gutes Ergebnis spielt die Körperhaltung eine Rolle. Ich empfehle immer, aufrecht zu stehen oder zu sitzen, da ich häufig sehe, dass eine nach vorne gebeugte Haltung das präzise Platzieren der Wimpernzange erschwert. 

So positionieren Sie die Wimpernzange richtig am Wimpernansatz

Für einen optimalen Effekt sollten Sie die Wimpern so dicht wie möglich am Ansatz hochbiegen. Dafür muss man die Wimpernzange ganz dicht am Lidrand ansetzen.

Ein kleiner Profi-Trick für die richtige „Mimik“ macht das leichter: Ziehen Sie die Augenbrauen leicht nach oben für ein möglichst langes und glattes Lid. So erreichen Sie den Wimpernansatz deutlich besser.

Öffnen Sie jetzt die Wimpernzange so weit es geht. Legen Sie den oberen Teil auf dem Augenlid an, direkt über den Wimpern. Die untere Kante des oberen Teils folgt dem Lidrand. 
Schließen Sie die Wimpernzange nun vorsichtig - ohne dabei das Auge zu schließen (!) - um sicherzugehen, dass keine Haut eingeklemmt wird. 
Wenn die Position stimmt, halten Sie die Wimpernzange einige Sekunden lang fest geschlossen. 
Im Spiegel sehen Sie, dass die Wimpern glatt gegen den oberen Teil der Wimpernzange gedrückt werden, ein Zeichen für die perfekte Positionierung.

Profi-Tipps für einen noch intensiveren Effekt mit der Wimpernzange

Für einen noch stärkeren Effekt kann die Biegung in zwei Schritten erfolgen. Nach der ersten Biegung öffnen Sie die Wimpernzange leicht, ohne sie von den Wimpern zu entfernen, heben den Griff minimal an und schließen sie erneut in diesem neuen Winkel. So werden die Wimpern zusätzlich angehoben und die Augen wirken noch größer.

Ein weiterer Profi-Tipp, speziell für Personen mit besonders geraden Wimpern: Wärmen Sie Ihre Wimpernzange leicht an, zum Beispiel mit dem Fön. Dadurch wird die Biegung intensiver. Vorsicht, die Wimpernzange natürlich nicht zu heiss machen!

Diese Fehler sollten Sie bei der Wimpernzange unbedingt vermeiden

Ein häufiger Fehler ist es, an der geschlossenen Wimpernzange zu ziehen. Dadurch können Wimpern ausgerissen werden. Das klingt sehr logisch, ist aber etwas, das ich in der Praxis erstaunlich oft beobachte.
Außerdem sollte das Gummikissen regelmäßig ausgetauscht werden. Sobald es einen Einschnitt aufweist, kann sich eine Wimper darin verfangen und abbrechen. 

Welche Wimpernzange passt zu Ihrer Augenform?

Wenn trotz guter Technik das Ergebnis nicht überzeugt, liegt es häufig nicht an Ihnen, sondern am Tool selbst. Nicht jede Wimpernzange passt zu jeder Augenform. Breite, Krümmung und Öffnungswinkel unterscheiden sich stark von Modell zu Modell.

Idealerweise sollte sich die Wimpernzange der Form und Größe Ihres Auges anpassen, damit alle Wimpern mit einem einzigen Druck erfasst werden. Aus meiner Erfahrung eignen sich etwas breitere, weniger stark gebogene Modelle für die meisten Augenformen und sind gerade für Anfängerinnen leichter zu handhaben. Eine ausreichend große Öffnung erleichtert zudem die Positionierung und reduziert das Risiko, das Lid einzuklemmen.

Meine liebsten Wimpernzangen aus Profi-Sicht

Eine meiner absoluten Favoritinnen ist die Wimpernzange von Surratt. Sie liefert meiner Meinung nach perfekte Ergebnisse: Die Augen wirken sofort größer, ganz ohne Knick oder künstlichen Effekt. Sie ist komfortabel, greift alle Wimpern gleichzeitig und klemmt nicht. Der einzige Nachteil ist der Preis, und in Europa ist sie leider nur online erhältlich.

Sehr beliebt unter professionellen Make-up Artists ist auch die Wimpernzange von Shu Uemura. Viele betrachten sie als den Klassiker schlechthin. Durch ihre sehr große und stark gerundete Form eignet sie sich besonders gut für große Augen. Bei kleineren, mandelförmigen Augen kann sie jedoch schwieriger zu verwenden sein. Auch sie ist in Europa nur noch online verfügbar.

Ein echter Bestseller aus gutem Grund ist die Wimpernzange von Shiseido. Ihre weniger stark gerundete Form passt zu den meisten Augenformen. Sie ist sehr robust verarbeitet und wird mit einem Ersatzpolster geliefert, das auch separat erhältlich ist. Dadurch ist sie eine hervorragende Investition für viele Jahre.

Im erschwinglicheren Bereich empfehle ich gerne die Wimpernzange von Kiko. Gerade für Einsteigerinnen ist sie eine sehr gute Wahl. Die Form passt den meisten Augen, die Öffnung ist angenehm groß und die Handhabung unkompliziert. 

Nach der Wimpernzange: Warum Mascara so wichtig ist

Sind die Wimpern einmal gebogen, sorgt Mascara dafür, die Form zu betonen und die Haltbarkeit der Biegung zu verlängern. Erst durch diesen Schritt entfaltet die Wimpernzange ihr volles Potenzial.

Persönliche Beratung für Ihr Augen-Make-up

Haben Sie noch Fragen zur richtigen Anwendung der Wimpernzange oder wünschen Sie sich Tipps, die genau auf Ihre Augenform abgestimmt sind? Dann schreiben Sie mir gerne. In meinen Make-up-Kursen, vor Ort oder online, begleite ich Sie Schritt für Schritt und zeige Ihnen die richtigen Techniken, um das volle Potenzial Ihres Blicks zu entfalten.

Von Louise Wittlich

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